Zahnfüllungen - verschiedene Möglichkeiten im Überblick

Hier finden Sie Informationen zum Ablauf der Kariesbehandlung in unserer Praxisklinik, zu den verwendeten Materialien und den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Restaurationsmöglichkeiten. Für Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit auch gerne persönlich zur Verfügung. In unserer Praxisklinik werden alle Behandlungen nach dem aktuellsten Stand der Wissenschaft durchgeführt. Dabei suchen wir stets nach individuellen Lösungen für unsere Patienten, die zugleich aber auch unseren hohen medizinischen Qualitätsansprüchen genügen. Wichtig ist uns dabei auch, dass Sie sich bei uns wohlfühlen – deshalb legen wir großen Wert auf einen patientenorientierten Service und eine angenehme Atmosphäre in unserer Praxisklinik.

Dr. Bösch erklärt warum Karies entsteht


 

 

Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien

Inlays/Onlays/Teilkronen

Zahnarzt Neuhausen

Ist ein Zahn durch Karies beschädigt, können Füllungen  bzw. vollkeramische Inlays oder bei größeren Defekten Teilkronen die verlorene Zahnsubstanz ersetzen.


Weitere Informationen zu Karies und der Therapieentscheidung Füllungen versus Keramikinlays

Kompositfüllungen und Inlays – Das Loch im Zahn füllen 

Ist an einem Zahn Karies diagnostiziert worden, muss die erkrankte Zahnhartsubstanz entfernt werden, damit sich das Loch im Zahn nicht weiter ausbreitet und zu einer Entzündung des Zahnnervs führt. Nach der Behandlung wird der gereinigte Zahn mit einer Füllung oder einem keramischen Ersatz, z.B. einem Inlay, wieder dicht verschlossen. 

Was ist Karies?

Am Zahn lagern sich Bakterien, Speisereste und Bestandteile des Speichels in einem Film – dem Zahnbelag – an. Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel werden dabei von Bakterien zersetzt und produzieren Säuren. Diese lösen die Zahnhartsubstanz auf, Mikroorganismen können eindringen und den Zahn im Inneren zerstören – ein Loch im Zahn entsteht. 

Wie macht sich ein Loch im Zahn bemerkbar?

Da sich im Zahnschmelz keine Nerven befinden, verursacht die Zersetzung des Zahns durch die Säure zunächst keine Schmerzen. Erreicht die Karies hingegen das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein, kommt es zu Zahnschmerzen. Unbehandelt breitet sich die Zahnkaries nun besonders schnell aus – bis sie den Zahnnerv erreicht. Hier führt sie zu heftigen Schmerzen und zur Entzündung des Nervs. Diese sogenannte tiefe Zahnkaries erfordert häufig eine Wurzelbehandlung

Wie wird Karies diagnostiziert?

Da Karies erst Schmerzen verursacht, wenn sie schon weit fortgeschritten ist, sollten Sie zweimal im Jahr zur Zahnkontrolle gehen. Denn je früher das Loch im Zahn diagnostiziert wird, desto geringer ist das Risiko einer tiefen Zahnkaries. Die Kosten für diese Vorsorge übernimmt die Krankenkasse. Wir untersuchen dabei Ihr Gebiss und können rechtzeitig eingreifen, falls eine Karies vorliegt. Hierzu nutzen wir Kariesdetektoren, also spezielle Flüssigkeiten, die sich an kariösen Stellen des Zahnes verfärben. Bei Verdacht auf ein Loch im Zahn gibt ein Röntgenbild Aufklärung darüber, wie weit sie fortgeschritten ist, und ermöglicht eine punktgenaue Behandlung.

 Wie wird Karies behandelt?

Für die Entfernung der Karies betäuben wir die betroffene Stelle zunächst örtlich und reinigen dann den Defekt mit kleinen Bohrern. Dabei gilt es, von der Zahnhartsubstanz so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu entfernen. Deshalb verwenden wir in unserer Praxisklinik unter anderem kein Amalgam als Füllungsmaterial, da hier ein größerer Substanzabtrag notwendig ist. Kompositfüllungen und Inlays sind hingegen substanzschonender. 

Kompositfüllung oder Inlay?

Je nach Größe des Lochs im Zahn kommen unterschiedliche Zahnfüllungen infrage. Welche die richtige für Sie ist, entscheiden wir nach gründlicher Aufklärung gemeinsam mit Ihnen. Die Auswahl der Zahnfüllung richtet sich wie erwähnt einerseits nach der Größe der Karies, aber natürlich auch nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Selbstverständlich klären wir Sie auch über eventuell anfallende Kosten für die Kompositfüllungen und Inlays im Vorfeld auf. Sie sollen alle nötigen Informationen haben, bevor Sie eine Entscheidung treffen. 

Kompositfüllungen

Kompositfüllungen, auch Kunststofffüllungen genannt, kommen vor allem bei kleineren Defekten zum Einsatz. Sie sind aus einem plastischen, zahnfarbenen Material, das am Zahn in Schichten aufgetragen und mit einem Speziallicht ausgehärtet wird. Bevor die Kompositfüllung eingebracht werden kann, sollte ein Gummi-OP-Tuch um den Zahn gelegt werden. Die Klebeflächen bleiben dadurch speichelfrei – dies verbessert den Klebeverbund von Kunststofffüllung und Zahn um etwa 30%. Abschließend werden die Kompositfüllung und der Übergang poliert. 

Inlays

Bei größeren Defekten sollten Inlays, auch Einlagefüllungen genannt, aus Vollkeramik eingesetzt werden. Dafür werden die behandelten Zähne nach der Kariesentfernung entweder digital (fotographisch) oder mit einem plastischen Abdruckmaterial abgeformt. 

In unserem Praxislabor fertigen wir die Inlays dann individuell für Sie an und können diese nach sieben bis zehn Tagen einsetzen. In der Zwischenzeit versorgen wir die präparierten Zähne mit Provisorien. Keramikinlays werden mit dem Zahn verklebt, wofür wir zunächst ein Gummi-OP-Tuch um den Zahn legen, um den Speichel abzuhalten. Im Gegensatz dazu werden Goldinlays zementiert. Hochgold findet heutzutage wegen seiner goldenen Farbe eher bei starkem Knirschen Anwendung. 

Vollkeramische Inlays bestechen durch eine perfekte Ästhetik und sind vom natürlichen Zahn kaum zu unterscheiden. Das Material zeichnet sich durch seine Farbbeständigkeit und hohe biologische Verträglichkeit aus. Temperaturreize werden nicht weitergeleitet und verursachen somit keine Geschmacksbeeinträchtigung.

Wie lange halten Keramikfüllungen und Inlays?

Keramikfüllungen sind heutzutage lange farbstabil und halten je nach Größe im Durchschnitt fünf bis zehn Jahre. Im Gegensatz hierzu haben Keramik- und Goldinlays eine Lebensdauer von durchschnittlich 20 Jahren.

Die Haltbarkeit eines Inlays oder einer Füllung ist auch von der Lage und Größe abhängig. Außerdem hat das Zahnpflegeverhalten einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer. Für die richtige Pflege benutzen Sie bitte Zahnseide und/oder Bürstchen. Wir geben Ihnen gerne Zahnpflegetipps an die Hand, damit Sie lange Freude an Ihren Füllungen und Inlays haben.

Kommen Kosten auf mich zu?

Für alle drei Versorgungsarten (Kompositfüllung, Keramikfüllung und Inlay) übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in Höhe einer entsprechenden Amalgamfüllung, dies sind nur etwa 30-60 Euro. Die restlichen Kosten müssen Sie selbst tragen. Die meisten Zahnzusatzversicherungen übernehmen jedoch die Kosten für Keramikfüllungen, Kunststofffüllungen und Inlays.

Wichtiges auf einen Blick

Füllung

 Komposit

 Goldinlay

 Keramikinlay

Farbe/Ästhetik

 zahnfarben

 goldfarben

 zahnfarben

Für welche Zähne geeignet?

 Front- und  Seitenzähne

 Seitenzähne

 Seitenzähne

Durchschnittliche Haltbarkeit

 5 – 10 Jahre

 20 Jahre

 20 Jahre

Aufwand/Kosten

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