Festsitzende Implantate dank Knochenaufbau

Steht nicht mehr genug eigener Kieferknochen für eine Implantation zur Verfügung, können wir mithilfe des Knochenaufbaus für genug Stabilität sorgen und Ihnen ein neues, sorgenfreies Lächeln schenken.

Ein Knochenaufbau – auch Augmentation genannt – kann sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer durchgeführt werden und sorgt dafür, dass die Zahnimplantate sicher im Kiefer verankert werden können. Denn die korrekte Funktionsweise von Implantaten ist in hohem Maße abhängig vom festen Halt im Kiefer. Meist wird beim Knochenaufbau körpereigener Knochen in oder auf den geschwundenen Kieferknochen angelagert, aufgelagert oder eingelagert. Wie viel Knochen vorhanden ist, ermitteln wir im Zuge einer 3D-Röntgen Aufnahme sowie einer Digitalen Volumentomographie - diese Methoden sind insbesondere wichtig für navigierte Implantate.


Wann ist ein Aufbau des Kieferknochens nötig?

Ein Zahnimplantat sollte grundsätzlich auf allen Seiten von einer mindestens zwei Millimeter starken Knochenschicht umgeben sein. Geht ein Zahn verloren, wird der Kieferknochen nicht mehr ausreichend belastet. Der Körper baut ihn dann ab. Zum Zeitpunkt einer späteren Implantation ist dann oft nicht mehr genug Kochen vorhanden, um dem Zahnimplantat ausreichend Halt zu bieten. Kommt ein Knochenaufbau nicht infrage, beraten wir Sie gerne zu den Möglichkeiten, die Zygomaimplantate und das Konzept Feste Zähne an einem Tag bieten.

Im Folgenden erläutern wir Ihnen die Möglichkeiten des Knochenaufbaus in unserer Zahnarztpraxis in München. Kleinere Knochentransplantationen führen wir als ambulanten Eingriff in örtlicher Betäubung oder leichter Sedierung durch. Sollten Sie sich vor dem Eingriff fürchten, können wir diesen selbstverständlich auch in Dämmerschlaf oder Vollnarkose durchführen. Umfangreiche Knochenaufbauten mit der Entnahme von Hüftknochen führen wir immer in Vollnarkose durch.


Wie funktioniert eine Knochentransplantation im Kiefer?

Um Zahnimplantate zu verankern, ist manchmal eine Knochentransplantation notwendig. Wie sie abläuft, zeigt dieses Video.


Implantate trotz schmalem Kiefer dank Knochenaufbau

Ist der Kiefer zu schmal für eine Implantation ist ein Knochenaufbau notwendig. Mehr zum Behandlungsablauf in diesem Video.


Fehlender Knochen im Oberkiefer kann vor dem Setzen von Implantaten durch einen minimalinvasiven Eingriff ausgeglichen werden. Hierbei wird ein kleiner Teil der Nasennebenhöhle (Sinus maxillaris) mit Knochenmaterial (künstlicher Knochen) gefüllt. Diese Verfahren bezeichnet man als Sinuslift. Es entsteht ein ausreichend breiter Knochen für die Implantation. Der Eingriff erfolgt durch die Mundhöhle und hinterlässt keine äußeren Narben. Man unterscheidet dabei den internen vom externen Sinuslift.

Beim internen Sinuslift wir das Knochenmaterial vor dem Setzen des Implantats durch den Bohrstollen des Implantats eingebracht. Anschließend wird das Implantat eingeschraubt und damit der Knochenaufbau verschlossen.

Beim externen Sinuslift wird ein seitliches Knochenfenster in der Nasennebenhöhle angelegt. Anschließend wird der künstliche Knochen durch dieses Fenster unter die Nebenhöhlenhaut gelegt. Das Fenster wird nun sicher mit einer Membran verschlossen. Dank des externen Sinuslifts auch ein umfangreicher Aufbau von Knochen im Oberkiefer durchgeführt werden.

Implantate in der Zahnarztpraxis: Was ist ein Sinuslift

Ist nicht genug Knochen für eine Zahnimplantation vorhanden, hilft ein Sinuslift weiter. Wie funktioniert die OP? 

Damit Zahnimplantate stabil sitzen: Knochenaufbau im Oberkiefer

In diesem Fallbeispiel enthält der Oberkiefer zu wenig Knochen, um ein Zahnimplantat setzen zu können.

Fehlt Kieferknochen im Unterkiefer, kann dies durch ein Knochentransplantat ausgeglichen werden. Hierzu wird ein passendes Stück Eigenknochen (Knochenblock) vom Unterkiefer (sog. J-Graft) entnommen und im zu behandelnden Bereich fixiert. Der Kieferknochen ist nun breit genug und das Zahnimplantat kann problemlos eingesetzt werden. In der Regel dann der benötigte Knochen von verschiedenen Stellen des Kiefers entnommen werden, sodass keine äußeren Narben entstehen. Fehlt nur wenig Kieferknochen kann auch zerkleinerter Knochen eingesetzt werden. Er wird anschließend mit einer künstlichen Membran bedeckt.

Wie funktioniert eine Knochentransplantation im Kiefer?

Um Zahnimplantate zu verankern, ist manchmal eine Knochentransplantation notwendig. Wie sie abläuft, zeigt dieses Video.

Liegt ein ausgeprägter Knochenabbau vor, muss zunächst ein umfangreicher Aufbau des Kieferknochens durchgeführt werden, bevor ein Implantat eingesetzt werden kann. Die Entnahme von Hüftknochen (sog. Beckenkammentnahme) stellt eine sichere Möglichkeit dar, um ausreichend körpereigenen Knochen zu gewinnen.

Die Beckenkammentnahme wird minimalinvasiv in Vollnarkose und in Kooperation mit Prof. Dr. med. dent. Dr. med. Christoph Pautke, Facharzt für Plastische Chirurgie, durchgeführt. Die so gewonnenen Knochenstücke werden anschließend mithilfe kleiner Titanschrauben am Kieferknochen befestigt. Jedes Knochentransplantat muss vollständig mit Mundschleimhaut bedeckt werden, um eine sichere Einheilung zu gewährleisten. Nach einer mehrmonatigen Einheilphase können die Zahnimplantate sicher und stabil eingesetzt werden.

Körpereigener Knochen eignet sich sehr gut für den Knochenaufbau. Er kann von verschiedenen Stellen des Körpers gewonnen werden. Da kein Infektionsrisiko für den Patienten besteht, ist körpereigener Knochen allen anderen Materialien überlegen.

Wir führen regelmäßig Knochenaufbauten mit Eigenknochen durch. Eigenknochen resorbiert allerdings schneller als Knochenersatzmaterialien, deswegen mischen wir für ein stabiles Ergebnis Eigenknochen häufig mit Knochenersatzmaterial.

Natürliche Knochenersatzmaterialien werden aus tierischem Material - zumeist Rind, aber auch Schwein oder Pferd - gewonnen. Die verwendeten Präparate werden als Medizinprodukte vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen. Natürliche Knochenersatzmaterialien eignen sich für den Aufbau von kleineren Kieferdefekten oder als Beimischung zu körpereigenem Knochen.

Synthetische (künstliche) Knochenersatzmaterialien bestehen aus auf Kalzium basierenden Keramiken oder sogenannten bioaktiven Gläsern. Sie werden als Granulate angeboten und eignen sich aufgrund ihrer geringeren Stabilität nur für den Aufbau kleinerer Kieferdefekte.

Welches Material in Ihrem konkreten Fall zum Einsatz kommt, entscheiden wir nach den notwendigen diagnostischen Maßnahmen (klinische und röntgenologische Untersuchung) und der entsprechenden Aufklärung gemeinsam mit Ihnen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der körpereigene Knochen nach wie vor die verträglichste und vorhersagbarste Methode zum Aufbau des Kieferknochens darstellt.


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