Zahnspangen-FAQ: Häufige Fragen rund um die Kieferorthopädie

Wer sich für eine kieferorthopädische Behandlung interessiert, hat meist viele Fragen im Kopf. Auf welche Lebensmittel sollte ich verzichten, wenn ich eine feste Zahnspange bekommen habe? Kann ich weiter Trompete spielen? Und was kann ich selbst tun, damit meine Zähne möglichst schnell gerade werden? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne in unserem FAQ. Sollte eine Frage offen bleiben, besprechen wir Ihr Anliegen gerne in unserer Zahnarztpraxis mit Ihnen.

Zahnlücken schließen mit Invisalign


Hier finden Sie Patienten-Fallbeispiele aus unserer Praxisklinik in München mit einem Vorher-Nachher-Bildervergleich. Die Chef-Zahnärzte Prof. Dr. med. dent. Christian Mehl und Priv.-Doz. Dr. med. dent. Sönke Harder​​​​​​​ erklären anhand eines konkreten Beispiels die Ausgangssituation des Patienten und die durchgeführte Behandlung. 


Für welche Zahnspange soll ich mich entscheiden?

Die Behandlung mit einer Zahnspange ist sinnvoll, wenn eine Zahnfehlstellung vorliegt. Dabei kommen sowohl medizinische als auch ästhetische Beweggründe infrage. Können etwa die Zähne aufgrund der Fehlstellung nur schwer geputzt werden, ist eine Behandlung sinnvoll. Auch bei einer Beeinträchtigung der Abbeißfunktion oder der Atmung raten wir unseren Patienten zu einer Korrektur. Daneben wünschen sich viele Patienten gerade Zähne, ohne dass eine medizinische Indikation vorliegt. Auch in diesen Fällen ist eine Behandlung sinnvoll, damit Sie sich wohl mit Ihren Zähnen und Ihrem Aussehen fühlen.

Es gibt eine ganze Reihe an Zahnspangen. So können wir unseren Patienten ganz individuell helfen. Die Behandlungsmöglichkeiten gliedern sich in festsitzende Zahnspangen und herausnehmbare Zahnspangen. Zu den festsitzenden Apparaturen zählt die klassische Spange mit Brackets sowie eine nahezu unsichtbare Zahnspange, die im Rahmen der Lingualtechnik an der Rückseite der Zähne angebracht wird. Zu den losen Zahnspangen zählen die üblichen herausnehmbaren Spangen sowie die unsichtbare Aligner-Zahnschienen.

Die Frage, welche Zahnspange die richtige ist, lässt sich ohne eine eingehende, individuelle Untersuchung nur schwer beurteilen. Die Anforderungen, die Kinder und Erwachsene an eine Spange stellen, unterscheiden sich jedoch. Ist es im Kindesalter noch normal eine Spange zu tragen, gilt dies für Erwachsene meist nicht mehr. Unsichtbare Spangen eignen sich darum besonders für Erwachsene. Bei Kindern spielt etwa die Freizeitgestaltung eine große Rolle. Wer beispielsweise Fußball spielt und im Tor steht, sollte von einer festen Zahnspange absehen bzw. einen speziellen Zahnspangenschutz tragen. Umgekehrt erreichen jedoch sowohl Kinder als auch erwachsene Patienten mit einer festsitzenden Spange meist schneller die gewünscht Zahnstellung. Unsere Kieferorthopäden beraten Sie gerne zur geeigneten Zahnspange.

Die Kosten für eine Spange richten sich nach der Schwere der Fehlstellung, der Dauer der Behandlung und den verwendeten Materialien. Die üblichen festen Zahnspangen mit Brackets kosten etwa 2.500 Euro, herausnehmbaren durchsichtige Aligner-Systeme kosten hingegen zwischen 3.500 und 6.000 Euro. Die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung im Rahmen der Lingualtechnik schwankt stark, da die linguale Spange in Gold gegossen wird und entsprechend der aktuelle Goldpreis die Kosten maßgeblich mit bestimmt.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Behandlungen der Kieferorthopädie für Kinder unter 18 Jahren, deren Zahnfehlstellung in die dritten bis fünften KIG (kieferorthopädische Indikationsgruppe) fällt. Dabei werden lediglich die Regelversorgungen übernommen. Wer ein Aligner-System oder die Lingualtechnik für sein Kind wünscht, muss die Differenz selbst begleichen. Zahnfehlstellungen der KIG eins bis zwei sowie Behandlungen bei Erwachsenen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen oder bezuschusst. Eine Zahnzusatzversicherung mit den entsprechenden Konditionen kann den Patienten hier finanziell entlasten.

Eine Behandlung wird in der Regel erst durchgeführt, wenn das Kieferwachstum abgeschlossen ist. Zudem ist es von Vorteil, wenn der Zahnwechsel bei Kindern bereits erfolgte und die bleibenden Zähne da sind. Oftmals können sich Fehlstellungen dann noch verwachsen. In dringenden Fällen beginnen unsere Kieferorthopäden eine Zahnspangenbehandlung jedoch bereits während des Zahnwechsels. Nach oben hin gibt es keine Altersbegrenzung - unsere Kieferorthopäden können Patienten jeden Alters Spangen einsetzen, sofern der Mundraum gesund ist.

In der Regel ja. Zahnimplantate können sogar ein nützlicher Anker für die Bewegung der Zähne sein. Gern prüfen wir Ihre Mundsituation, um einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.

Einsetzen der Zahnspange

Mit der Angst vor Schmerzen haben besonders Patienten zu kämpfen, die eine feste Spange erhalten. Während und nach dem Einsetzen kann das Zahnfleisch gereizt reagieren. Bei der Lingualtechnik ist die Zunge in der Regel mit betroffen, da diese nun weniger Platz hat. Zusätzlich üben sowohl lose Spangen als auch feste Klammern einen ungewohnten Druck auf die Zähne aus, der unangenehm sein kann.

Bei festen Spangen braucht der Kieferorthopäde zwischen einer und zwei Stunden, um die Zahnspangen einzusetzen. Lose Spangen können hingegen mit einem Griff problemlos eingesetzt und herausgenommen werden.

Sie können direkt nach dem Einsetzen wieder essen. Da die Zähen druckempfindlich sind, eignen sich für die erste Woche jedoch weiche Speisen, sofern Sie eine festsitzende Spange tragen. Generell sollten Sie während der gesamten Behandlung sehr harte oder klebrige Lebensmittel vermeiden (etwa Nüsse oder resche Brotkruste, Kaugummi und Lakritz)) bzw. diese klein schneiden und vorsichtig mit den Backenzähnen kauen. So vermeiden Sie das Herausfallen von Brackets oder verbogenen Drähte.

Leben mit einer Zahnspange

Anfangs kann sich die neue Zahnspange komisch anfühlen oder schmerzen. Aber nach ein paar Tagen haben sich die meisten Patienten daran gewöhnt. Außer einem leichten Spannungsgefühl ist dann nichts mehr zu merken. Mögliche Missempfindungen kommen bei festen Zahnspangen in der Regel mehr zum Tragen als bei herausnehmbaren Schienen.

Gegen Schmerzen hilft ein Glas Wasser mit Eiswürfeln. Die Kälte lindert Schwellungen und Entzündungen. Alternativ können Sie bei drückenden Brackets und Bögen ein spezielles Zahnspangenwachs aus Silikon auftragen. Natürlich können Sie auch in unserer Praxis vorbeikommen, um die Zahnspange überprüfen zu lassen. Ihr Wohlbefinden liegt uns am Herzen!

Eine Zahnspangentherapie nimmt in den meisten Fällen mindestens zwei Jahre in Anspruch. Die tatsächliche Dauer hängt jedoch von der Fehlstellung der Zähne ab.

Eine herausnehmbare Spange können Sie mittels Zahnbürste und Zahnpasta putzen. Spezielle wasserlösliche Reinigungstabletten sorgen für zusätzliche Sauberkeit. Feste Zahnspangen werden im Rahmen des Zähneputzens bereits mit gereinigt. Zusätzlich können Interdentalbürstchen verwendet werden, um die Metalldrähte und Brackets gezielt zu säubern und von Bakterien zu befreien.

Nein, Schmerzen sind sehr selten, allerdings können das Ruckeln an den Brackets sowie die Geräusche beim Entfernen des Klebers irritieren. Der Kieferorthopäde benötigt etwa eine Stunde, um die feste Zahnspange zu entfernen.

Probleme mit der Aussprache können auftreten, entstehen aber eher selten. Vor allem wenn Sie eine herausnehmbare Schiene tragen, hört man Ihnen nichts an. Zu Beginn der Behandlung mit lingualen Spangen neigen viele Patienten jedoch zum Lispeln.

Rauchen schadet Ihren Zähnen und Ihrer Allgemeingesundheit ganz unabhängig von kieferorthopädischen Behandlungen. Zahnspangenträger sind jedoch auf eine besonders gute Mundhygiene angewiesen, um Plaquebildung zu vermeiden. Nikotin verfärbt außerdem die Zahnspangen. Deshalb könnte eine Zahnkorrektur eine gute Gelegenheit sein, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Bei herausnehmbaren Schienen gibt es keine Einschränkungen. Festsitzende Zahnspangen erfordern jedoch etwas Umsicht: Vermeiden Sie es, auf etwas Hartes wie Nüsse oder Brotkrusten zu beißen. Besonders Keramik-Brackets könnten darunter leiden. Kau- und Karamellbonbons verfangen sich darüber hinaus gerne in der Spange. Am besten reduzieren Sie Ihren Süßigkeitenkonsum, um Plaquebildung an den Brackets und damit Karies zu vermeiden. Bei häufigem Rotwein- oder Kaffeegenuss müssen Sie außerdem mit Verfärbungen rechnen, sollten Sie Keramik-Brackets tragen.

Reinigen Sie Ihre Zähne gründlich, damit die Zahnspange ihre Arbeit machen kann und die Zähne in die richtige Position bringt. Ablagerung behindern Brackets und Drähte unnötig. Außerdem schützen Sie sich so vor Karies. Denken Sie auch daran, Ihre Kontrolltermine wahrzunehmen. So können wir die Spange regelmäßig nachjustieren. Wenn Sie eine Schiene tragen, entscheidet vor allem Ihre Disziplin über die Länge und den Erfolg der Behandlung. Tragen Sie Ihre Spange die vorgeschriebenen 22 Stunden am Tag, damit Sie sich bald über gerade Zähne freuen können.

An den Brackets können sich Beläge festsetzen, die wiederum zu sogenannten White Spots führen. Bei den weißen Flecken handelt es sich um die erste Stufe einer beginnenden Karies. Auch bei herausnehmbaren Schienen ist das Kariesrisiko erhöht, wenn die Zähne nicht regelmäßig geputzt werden. Weil Zahnspangen nicht nur auf die Zähne, sondern auch auf den Zahnhalteapparat wirken, können sich auch bereits bestehende Zahnfleischentzündungen beschleunigen. Mit einer gründlichen Mundhygiene wirken Sie diesen Risiken entgegen. Gerne geben wir Ihnen individuelle Tipps, wie Sie Ihre Zähne optimal reinigen können.

Bei festen Zahnspangen können darüber hinaus Druckstellen und Schleimhautirritationen entstehen, die nach Abschluss der Behandlung jedoch meist von selbst verschwinden. Deutlich seltener sind allergische Reaktionen. Ebenfalls selten kommt es vor, dass Patienten Kleinstteile der Apparaturen verschlucken. Zahnlockerungen sind dagegen an der Tagesordnung, denn ohne sie lässt sich die Zahnstellung nicht verändern. Nach Abschluss der Behandlung sitzen die Zähne aber wieder fest im Kieferknochen.

Mit einer festen Zahnspange zu küssen, kann anfangs ungewohnt sein. Aber mit der Zeit fällt die Spange kaum noch auf.

Durch die Zahnspange verändern sich der Ansatz der Zähne und damit auch das Musizieren auf Blasinstrumenten. Mit etwas Übung gewöhnen Sie sich jedoch daran und lernen, trotz Zahnspange schöne Töne hervorzubringen. Manche Musiklehrer raten aber auch, während der Behandlung zu pausieren. So ist keine Umstellung notwendig, die später weiterhin zu hören sein kann. Sport können Sie uneingeschränkt treiben. Für Eishockeyspieler, Boxer und andere Kontaktsportler empfiehlt sich ein spezieller Zahnspangenschutz. Sprechen Sie uns an, wenn Sie diese Versorgung benötigen!

Lücken, gedrehte und gekippte Zähne können wir eventuell auch mit Veneers behandeln. Die ästhetisch ansprechenden Verblendschalen sorgen für eine natürliche Korrektur. Was die beste Lösung für Ihr Zahnproblem ist, bringen wir in einer eingehenden Untersuchung in Erfahrung.

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